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Sonntag, 24. März 2019  

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Neues aus der Arbeitswelt

Karriere-News - Neues aus der Berufswelt


Hier bieten wir euch Neuigkeiten aus dem Bereich Karriere. Dabei wollen wir Themen wie Berufsalltag, die Bedeutung von Praktika, Auslandsaufenthalte, soziale & berufliche Zukunft, Weiterbildung und Existenzgründung berücksichtigen.

Tipps zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch mit den wichtigsten Fragen und Antworten wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten. Dann kann die Karriere ja starten!


Bedeutung von Praktika


Studenten-Netzwerk. Sechs Monate Praktikum in den USA, China und Russland
Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) und ihre Partner bieten für Studenten sächsischer Hochschulen wieder sechsmonatige Praktika an drei Standorten im Ausland an. Beginn des nächsten Durchgangs ist Oktober 2007. Geplant sind jeweils ein Platz in Institutionen in den USA, China und Russland. Die Initiatoren sehen die Aufenthalte als Instrument zur Wirtschaftsförderung Sachsens. Standortpräsentationen und Kooperationsprojekte stehen dabei im Vordergrund. Das "Studenten-Netzwerk" existiert seit 1997 und hat bisher viele interessante Kontakte erbracht.

Angesprochen sind Studenten und Studentinnen aller Studienrichtungen im Hauptstudium mit Interesse für internationale Wirtschaftsbeziehungen. Sie sollten mindestens 21 Jahre alt sein, gute Kenntnisse der jeweiligen Landessprache aufweisen, kontaktfreudig, kommunikativ, selbständig und entscheidungsfreudig sein. Erste Praxiserfahrungen und Auslandsaufenthalte sind für die Auswahl von entscheidendem Vorteil. Studenten, die bereits ein J1-Visum für ein Praktikum in den USA hatten, sind von der Bewerbung für dieses Land ausgeschlossen. Der Einsatz sollte möglichst als Pflichtpraktikum anerkannt werden. Die Initiatoren erwarten, dass sich die Praktikanten mit ihren Aufgaben schnell und eigenständig vertraut machen, Kontakte knüpfen und Sachsen als Hochtechnologie-Standort gut präsentieren können. Zur Einführung absolvieren die ausgewählten Studenten Schulungs- und Orientierungstage. Ein ausgewählter Bewerberkreis erhält eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, das in Dresden stattfindet und teilweise in der jeweils geforderten Sprache geführt wird.

Für die sechsmonatigen Praktika gibt es eine Aufwandsentschädigung von 3.500 Euro brutto. Alle Aufwendungen, die über diese Summe hinausgehen, trägt der Praktikant selbst. Eine zusätzliche Vergütung durch die ausländischen Partner erfolgt nicht. Einsendeschluss für die Bewerbung in der jeweiligen Sprache mit Lebenslauf, kurzer Begründung, Passfoto, Immatrikulationsbescheinigung und Referenzen bisheriger Praktika/Auslandsaufenthalte ist der 25. Juli 2007. Bewerber für China werden gebeten, ihre Unterlagen in englischer und chinesischer Sprache einzureichen.

Bewerbungen an
Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH
Bertolt-Brecht-Allee 22
01309 Dresden
zu Händen Karin Zerjatke
0351 - 21 38 232
Karin.Zerjatke@wfs.saxony.de

Quelle: Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, 25.06.2007


"Generation Praktikum" – erfolgt der Berufseinstieg als Praktikant?
Eine Umfrage der HIS Hochschulinformations-System GmbH bei mehr als 10.000 Hochschulabsolventinnen und -absolventen des Jahrgangs 2005 aus allen Fachrichtungen und Abschlussarten liefert erstmals bundesweit repräsentative Daten über Praktika nach dem Studium. Die wesentliche Erkenntnis dieser Studie: Auch wenn Praktika nach dem Studium in der Vergangenheit zugenommen haben mögen, handelt es sich gegenwärtig nicht um ein Massenphänomen.

Der Begriff "Generation Praktikum" ist mit Blick auf den beruflichen Verbleib von Hochschulabsolventinnen und -absolventen nicht gerechtfertigt. Allerdings verteilen sich die Praktika sehr unterschiedlich auf die absolvierten Studiengänge und die verschiedenen Wirtschaftszweige. Die Bewertung von Praktika nach dem Studium fällt überwiegend positiv aus; relativ selten wurden sie von Absolventinnen und Absolventen als Ausbeutung empfunden. Gleichwohl finden sich mitunter auch Praktikumsverhältnisse, die zu erheblicher Unzufriedenheit führen und offenbar primär dazu dienen, Praktikantinnen und Praktikanten als günstige Hilfskräfte einzusetzen.

Etwa jede(r) achte Absolvent(in) eines Fachhochschulstudienganges und etwa jede(r) siebte Absolvent(in) mit einem universitären Abschluss war nach dem Studium Praktikant(in). In manchen Fachrichtungen, z. B. in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern ist ein Praktikum nach dem Studium die Ausnahme. Zu den Fachrichtungen, in denen die Absolventinnen und Absolventen vergleichsweise häufig ein Praktikum aufnehmen, zählen die Biologie und die Wirtschaftswissenschaften. Immerhin rund jede(r) vierte Sprach- und Kulturwissenschaftler(in) und auch jede(r) fünfte Absolvent(in) der Psychologie absolviert nach dem Studium noch ein oder mehrere Praktika. Am häufigsten sind Absolventinnen und Absolventen der Magisterstudiengänge als Praktikanten tätig (34%).

Die Verbreitung von Kettenpraktika oder Praktikumskarrieren ist gering: Nur etwa jede(r) zehnte Fachhochschulabsolvent(in), der/die nach dem Studium ein Praktikum absolviert hat, und etwa jede(r) fünfte Universitätsabsolvent(in) mit Praktikumserfahrungen nach dem Studium hat zwei oder mehr Praktika durchlaufen. Die durchschnittliche Zahl absolvierter Praktika liegt – bezogen auf die Teilgruppe derjenigen mit Praktikumserfahrungen – bei 1,1 (FH) bzw. 1,2 (Uni); berücksichtigt man alle Absolventinnen und Absolventen, sinken die Werte auf 0,14 (FH) bzw. 0,19 (Uni). Die Dauer der Praktika ist meist überschaubar: Rund die Hälfte aller Praktikantinnen und Praktikanten hat ein Praktikum bzw. Praktika von maximal drei Monaten absolviert. Bei einem weiteren Drittel liegt die Gesamtdauer der Praktika zwischen vier und sechs Monaten, und nur sehr wenige haben Praktikumserfahrungen von einem oder mehr als einem Jahr.

Die Mehrheit ist mit dem Praktikum zufrieden – insbesondere das Niveau der Arbeitsaufgaben und den Lerngehalt des Praktikums betreffend. Das Niveau bewerten rund zwei Drittel sehr gut oder gut (Uni 65 %, FH 67 %), beim Lerngehalt liegen die Werte etwas darüber (Uni 70 %, FH 69 %). Bei der Praktikumsvergütung hingegen fallen die Zufriedenheitswerte deutlich ab. Zwar liegen keine Daten zur absoluten Höhe des Praktikumsentgelts vor, allerdings lässt die sehr unterschiedliche Bewertung dieses Merkmals vermuten, dass es spürbare Unterschiede in der Bezahlung der Praktika gibt: 34 Prozent der Universitäts- und 17 Prozent der Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen haben gar keine Vergütung für ihr Praktikum erhalten; ein weiteres Drittel der Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen bezeichnet die Vergütung als (sehr) schlecht – bei den Universitätsabsolventinnen und -absolventen liegt dieser Wert bei 29 Prozent –, und noch weniger sehen diese als (sehr) gut an (Uni 22 %, FH 28 %). Die verbleibenden 15 (Uni) bzw. 23 Prozent geben der Höhe der Vergütung eine mittlere Note.

Einige Branchen erweisen sich als besonders "praktikumsintensiv", wenn man die Verteilung der Praktikantinnen und Praktikanten und der erwerbstätigen Absolventinnen und Absolventen auf die Wirtschaftsbereiche vergleicht. Demnach zählen neben der Sammelgruppe der "sonstigen Dienstleistungsbetriebe" vor allem Presse, Rundfunk und Fernsehen sowie Kunst und Kultur zu den intensiveren Nutzern von Praktikanten. In den Letzteren sind vergleichsweise viele Universitätsabsolventinnen und -absolventen als Praktikanten tätig. Gleiches gilt bei Universitätsabsolventinnen und -absolventen ebenso für das Verlagswesen und bei Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen für das Baugewerbe. Relativ selten sind Absolventinnen und Absolventen dagegen in den Bereichen Gesundheitswesen, Schulen und Hochschulen als Praktikanten beschäftigt.

Fazit: Der berufliche Einstieg über Praktika ist mitnichten der Regelfall. Probleme beim Berufseinstieg dürften sich stattdessen in anderer Hinsicht äußern, z. B. in Form von befristeten Beschäftigungsverhältnissen, unterwertiger Beschäftigung und/oder schlechter Bezahlung. Diesen Fragen ist HIS bereits in der Vergangenheit nachgegangen; sie werden auch für den aktuell befragten Jahrgang untersucht.

Quelle: HIS, 12.04.2007


Frauen vergeht die Lust am Studium


Studierbereitschaft sinkt, bleibt aber auf hohem Niveau
Erstmals seit den 1990er Jahren ist die Studierbereitschaft in Deutschland wieder leicht rückläufig. 70 Prozent der studienberechtigten Schulabgänger 2004 lösen ihre Studienoption ein und beginnen ein Universitäts- oder Fachhochschulstudium - drei Prozentpunkte weniger als beim Jahrgang 2002.

Dies ist ein zentrales, allerdings noch vorläufiges, Ergebnis der von der Hochschul-Informations-System GmbH Hannover durchgeführten Befragung von studienberechtigten Schulabgängern. Gefördert wird diese auf Bundes- und Landesebene repräsentative Untersuchungsreihe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Frauenquote sinkt
Der Rückgang der Studierfreudigkeit beim Jahrgang 2004 ist vor allem auf den Studienverzicht von Frauen zurückzuführen. Während im Vergleich zu 2002 nahezu unverändert drei von vier studienberechtigten Männern ihre Studienoption einlösen, ist die Studierquote der Frauen in diesem Zeitraum von 71 Prozent auf 66 Prozent gesunken.
Im Verlauf der 1990er Jahre war der Anteil der Studienberechtigten, die zum Befragungszeitpunkt bereits ein Studium aufgenommen hatten oder dies sicher planten, schon einmal zurückgegangen, und zwar von von 76 Prozent auf 66 Prozent. Erst beim Jahrgang 2002 war die Studienabereitschaft wieder angestiegen auf 73 Prozent.

Wirtschaftswissenschaften vor Lehramtsstudiengängen
Beliebteste Studienrichtung der Studienberechtigten im Jahr 2004 sind die Wirtschaftswissenschaften. Nach zuletzt 10 Prozent haben sich nun 12 Prozent aller Studienberechtigten für diese Studienrichtung entschieden. In der Rangfolge der Wahlhäufigkeiten folgen Lehramtsstudiengänge (9 Prozent) und Sozialwissenschaften, Sozialwesen (6 Prozent). Trotz guter Berufsaussichten für die ingenieurwissenschaftlichen Kerndisziplinen Elektrotechnik und Maschinenbau sind ihre Anteile im Jahrgangsvergleich weiterhin relativ gering (2 bzw. 6 Prozent).

Quelle: bildungsklick, 25.07.2005


Existenzgründung & Gründungswettbewerbe


Gründerwettbewerb "Trophées de l’Innovation"
Bewerbungsschluss: 8. Juli 2005

Innovationen und Unternehmensgründungen spielen für die europäische Wirtschaftsentwicklung eine zentrale Rolle. Nach dem Erfolg der „Trophées de l’Innovation“ im vergangenen Jahr organisieren die französische Zeitschrift l’Etudiant und der Messeveranstalter Innovact nunmehr die dritte Ausgabe des Wettbewerbs, der die besten Unternehmenskonzepte europäischer Studenten prämiert. Die Bewerber haben bis zum 8. Juli 2005 Zeit, um ihr Projekt einzureichen. Auf die Gewinner warten Geldpreise von bis zu 3000 Euro, die am 4./5. Oktober 2005 auf der 10. Innovact-Messe in Reims verliehen werden.

„Trophées de l’Innovation“:
Gefragt sind Kreativität und OriginalitätDer Wettbewerb richtet sich an europäische Studenten, die ein Konzept für eine innovative Unternehmensgründung erarbeitet haben. Ins Leben gerufen von l’Etudiant, dem führenden französischen Studentenmagazin, und Innovact, einer von der Industrie- und Handelskammer Reims organisierten Messe für Jungunternehmer, wollen die „Trophées de l’Innovation“ den Pioniergeist einer neuen Unternehmergeneration fördern. Studierende aus ganz Europa mit verschiedenstem akademischen Hintergrund erhalten die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren.

Jury unter dem Vorsitz des EU-Forschungskommissars
Janez Potocnick, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, leitet eine Jury, die sich aus Unternehmenschefs, Fachjournalisten und Wissenschaftlern zusammensetzt. Maßgebliches Auswahlkriterium ist das innovative Potenzial der Unternehmenskonzepte, unabhängig von den jeweiligen Produkten oder Aktivitäten. Die Gewinner erhalten Preise zwischen 1500 und 3000 Euro. Die Preisverleihung findet am 4./5. Oktober 2005 in Reims, im Rahmen der 10. Innovact-Messe, statt.

Teilnehmer aus ganz Europa gesucht
Im letzten Jahr konnte der Wettbewerb über hundert Bewerbungen aus ganz Europa verzeichnen. Die meisten Teilnehmer kamen von den Britischen Inseln (25%), aus Italien (16%), den Niederlanden (11%), Portugal (9%), Spanien (7%), Belgien (7%), Griechenland (7%) und Deutschland (5%). Die Projekte deckten unterschiedlichste Sektoren ab, vom Dienstleistungsbereich (einschließlich Tourismus und Gastronomiegewerbe) bis hin zu Medizin und Telekommunikation.

Preisträger im Jahr 2004:
1. Preis:Projekt „Intelligentes Plastik“: Tony Bosman (33), Doktorand an der University of Technology Eindhoven (Niederlande)
2. Preis ex aequo:- Projekt „Sabroso“, neue Alternativen zum Fleisch: Maria Rodrigues Giraldez (25), School of Biosciences, University of Westminster (Großbritannien).- Projekt „Deep“, ein computerunterstütztes chirurgisches Instrument: Charles-Emmanuel Capart (24) und sein Team von der Université Catholique de Louvain (Belgien).

Kontakte und Termine:
Die Teilnahmeformulare stehen zum Download bereit unter: http://www.presse.letudiant.fr/redaction/trophees/innovation_05/Innov5_GB.pdf oder können bestellt werden bei: Elisabeth Zerahian, Tel.: +33 1 48 07 42 33, E-mail: innovation-awards@letudiant.fr. Die vollständigen Unterlagen müssen bis spätestens 8. Juli 2005 per E-mail an innovation-awards@letudiant.fr oder per Post an: Les Trophées de l’Innovation / L’Etudiant, 27 rue du Chemin Vert, F-75 543 Paris CEDEX 11, gesandt werden.

Quelle: innovact, 10.06.2005


Berufsalltag - Anforderungen & Erwartungen


Ideal: Männlich und gutes Elternhaus
Studie der Wirtschaftsuniversität Wien über das "Karrieremachen"

Einflüsse auf die Karriere sind vielfältig - und anders als wir glauben. Dies belegt eine jetzt veröffentlichte Studie der Wirtschaftsuniversität Wien. In dem umfangreichen Projekt wurden zahlreiche berufliche Werdegänge über längere Zeiträume verfolgt und kritische Einflussfaktoren analysiert. Das vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierte Projekt räumt dabei mit manchen gängigen Vorstellungen auf. Die wichtigsten Ergebnisse werden jetzt auch als Buch publiziert.

Dazu haben Prof. Wolfgang Mayrhofer und sein Team die Karriereentwicklung von mehr als 1.000 Wirtschaftsakademikern analysiert. Viele bisherige Ansichten über das "Karrieremachen" werden durch die Studie infrage gestellt.

Neue Karrierefelder
Beinahe ein Drittel der Absolventen strebt heute keine traditionellen Unternehmenskarrieren mehr an. Vielmehr bevorzugen die Jungakademiker einen durch vielfältige Tätigkeiten gekennzeichneten "chronisch flexiblen" Karriereverlauf.

Praxiserfahrung
Beim Berufseinstieg lohnen sich weder gute Abschlussnoten noch schnelles Studium - was zählt, ist Praxiserfahrung. Im weiteren Karriereverlauf ändert sich das Bild. Dazu Prof. Mayrhofer: "Nach zehn Berufsjahren verdient mehr, wer auch schnell und gut studiert hat."

Führungsmotivation
Persönlichkeit zählt nicht ganz so stark, wie man glaubt. Einen wichtigen Einfluss auf den Karriereerfolg hat hingegen die Führungsmotivation. Andere Faktoren wie Leistungsstreben, Flexibilität und emotionale Stabilität wirken sich nur sehr schwach auf den Karriereerfolg aus.

Selbstinszenierung
Obwohl insgesamt nur ein schwacher Zusammenhang zwischen Karrieretaktiken und Karriereerfolg besteht, kann Self-Promotion erfolgreich sein. Dazu Projekt-Koleiter Prof. Johannes Steyrer: "Während sich früher noch Zurückhaltung empfahl, fährt man heute mit dem Herausstreichen eigener Fähigkeiten und Ideen besser. Selbstinszenierung zahlt sich dabei mehr aus als Beziehungsarbeit."

Keine Chancengleichheit
Weniger überraschend: Die meisten Wirtschaftsakademiker kommen aus den so genannten "besseren Schichten". Ein interessiertes Umfeld in der Jugendzeit prägt, oder mit anderen Worten: Wer zu Hause nicht nur über die coolsten Klamotten oder den nächsten Urlaub diskutiert, sondern sich mit Eltern und Geschwistern auch über Politik und Wirtschaft auseinandersetzt, hat schon einen entscheidenden Schritt in Richtung Karriere zurückgelegt. Ebenfalls nicht neu: Männer ziehen die Trumpfkarten. Dazu Projekt-Koleiter Prof. Michael Meyer: "Frauen verdienen im Verlauf von zehn Jahren über 71.000 Euro weniger als Männer, auch wenn sie sich in nichts anderem unterscheiden als in ihrem Geschlecht, also auch, wenn sie den gleichen, unterbrechungsfreien Karriereverlauf haben. Die Benachteiligung von Frauen ist somit eklatant. Bei Männern wirken sich Unterbrechungen der Karriere nachteiliger auf Einkommen und Status aus - allerdings auf höherem Niveau."

Interessante geschlechterspezifische Zusammenhänge bestehen auch zwischen dem Bildungsgrad der Eltern und den Karrieren der Kinder: Söhne von höher gebildeten Eltern empfangen später deutlich mehr Gehalt - Töchter hingegen deutlich mehr Unzufriedenheit. Diese Unzufriedenheit, so zeigt die Studie, ist darauf zurückzuführen, dass besonders Töchter erfolgreicher Eltern geschlechtsspezifische Karrierehindernisse als frustrierend empfinden. Die Ergebnisse des vom FWF geförderten Projekts können auch in dem Buch "Macht? Erfolg? Reich? Glücklich? Einflussfaktoren auf Karrieren." (Mayrhofer, Meyer, Steyrer (Hrsg.), Linde International, Wien 2005, ISBN 3-7093-0022-3) nachgelesen werden.

Quelle: bikl/fwf, 26.05.2005
 
Macht? Erfolg? Reich? Glücklich? Einflussfaktoren auf Karrieren.Macht? Erfolg? Reich? Glücklich? Einflussfaktoren auf Karrieren.
In einer groß angelegten und im deutschen Sprachraum einzigartigen Studie haben die Autoren Daten über die Persönlichkeitsmerkmale, Herkunft, Karriereaspirationen und Karriereverläufe von 1.200 Absolventen verschiedener Generationen der Wirtschaftsuniversität erhoben. Und kommen zu dem Ergebnis, dass die Realität des Karrieremachens ganz anders aussieht, als die meisten vermuten.


Frauen erhalten immer noch weniger Lohn als Männer
Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern sind nur zum Teil durch Unterschiede in der Ausbildung oder der Tätigkeit zu erklären. Bei gleicher Ausbildung, gleichem Alter, gleichem Beruf und im gleichen Betrieb verdienen Frauen immer noch 12 Prozent weniger als Männer, hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) herausgefunden.

Im Durchschnitt war der Lohn von vollzeitbeschäftigten Frauen in den alten Bundesländern im Jahr 2001 um etwa 24 Prozent geringer als der Lohn von Männern. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist den Ursachen dieses Lohnunterschieds nachgegangen.

Ein Teil des Lohnunterschiedes ist damit zu erklären, dass Frauen häufiger in Berufen oder Betrieben arbeiten, in denen ein unterdurchschnittlicher Lohn bezahlt wird. Innerhalb des gleichen Berufes verdienen Frauen im Durchschnitt um 22 Prozent weniger als Männer: Anders als oft vermutet wird, ist der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen also weniger ein Unterschied zwischen "Frauenberufen" und "Männerberufen", sondern ein Unterschied innerhalb von Berufen. Zwischen Männern und Frauen mit gleichem Beruf im gleichen Betrieb besteht noch ein Lohnunterschied von 15 Prozent.

Unterschiede in der Ausbildung und dem Lebensalter spielen bei den Lohnunterschieden ebenfalls eine Rolle. Wenn Personen mit gleicher Ausbildung und gleichem Alter im gleichen Betrieb verglichen werden, beträgt der Lohnunterschied aber immer noch etwa 12 Prozent. „Im internationalen Vergleich ist dies recht hoch. Forschungsergebnisse aus den USA und Skandinavien zeigen, dass dort so gut wie keine geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede im gleichen Beruf und im gleichen Betrieb zu finden sind“, bemerkt der IAB-Forscher Hermann Gartner, der die Studie gemeinsam mit dem Konstanzer Soziologieprofessor Thomas Hinz durchgeführt hat.

Der festgestellte Lohnunterschied von 12 Prozent lasse sich teilweise auf weitere, in der Studie nicht erfasste Faktoren zurückführen: Beispielsweise wurden nur Tagesverdienste verglichen. Männer machen aber in einem höheren Ausmaß als Frauen Überstunden, so dass die längere tatsächliche Arbeitszeit einen Teil des Lohnunterschiedes erklärt. Auch seien innerhalb der Berufe hierarchische Abstufungen denkbar: So können etwa auch bei gleichem Beruf Männer häufiger als Frauen Gruppenleiter sein und daher besser entlohnt werden. Diese Vermutung werde dadurch bekräftigt, dass innerhalb der Gruppe der Leitungskräfte und Wissenschaftler, bei denen die Hierarchien flacher sind, auch die Lohnunterschiede nur 5 bis 7 Prozent betragen. Die Arbeitsmarkt-Experten nehmen zudem an, dass ein deutlicher Teil des Lohnunterschieds durch Erwerbsunterbrechungen zu erklären sei, etwa wegen einer Erziehungspause. Diese sind bei Frauen häufiger zu beobachten und mindern die Berufserfahrung und damit den Lohn. Die geringere Entlohnung von Frauen beruhe somit vermutlich weniger auf finanzieller Ungleichbehandlung im Einzelfall, sondern vor allem auf strukturell angelegten Mechanismen, die Frauen seltener als Männer in besser bezahlte Positionen gelangen lassen.
Quelle: IAB


Anforderungen von Personalern zu hoch?

Bewerber glauben, den Ansprüchen nicht gerecht werden zu können
Düsseldorf, April 2005. Mehr als die Hälfte der deutschen Bewerber empfindet die Anforderungen von Unternehmen an potenzielle Mitarbeiter als unerreichbar. Daher müsse man sich auch auf Jobs bewerben, auf die das persönliche Profil nicht hundertprozentig passt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der europäischen Jobbörse StepStone, die unter mehr als 8.000 Jobsuchenden in acht Ländern Europas durchgeführt wurde. Weitere 26 Prozent schicken ihre Bewerbung auch dann an Unternehmen, wenn ihrer Meinung nach nur etwa die Hälfte der Anforderungen zutrifft. Nur 17 Prozent der Befragten bewerben sich ausschließlich dann, wenn ihr Profil haargenau auf die ausgeschriebene Stelle passt. Noch kritischer zeigen sich die dänischen und schwedischen Arbeitnehmer: 73 bzw. 69 Prozent stufen die Anforderungen der Unternehmen als unerreichbar ein und bewerben sich daher auch auf Jobs, die nicht genau ihren Qualifikationen entsprechen.

Zufriedene Personaler - Kandidaten erfüllen Ansprüche
Eine zeitgleich durchgeführte Studie unter mehr als 1.800 europäischen Personalverantwortlichen zeigt, dass die Bewerberqualität jedoch keineswegs schlecht ist. Denn fast die Hälfte der deutschen Unternehmen gibt an, dass 40 bis 60 Prozent der eingehenden Bewerbungen auf die ausgeschriebene Position passen und bewerten dies als zufriedenstellendes Ergebnis. Weitere 17 Prozent der befragten Unternehmen stufen die Qualität der eingehenden Bewerbungen sogar als gut oder sehr gut ein. Nur das Urteil der italienischen und niederländischen HR-Manager fällt etwas weniger positiv aus: 47 bzw. 43 Prozent der Unternehmen beurteilen die Qualität eingehender Bewerbungen als schlecht oder unzureichend.

An der Umfrage auf den Internetseiten von StepStone in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Belgien, Holland und Frankreich haben sich insgesamt 8.544 Bewerber beteiligt. Im Rahmen einer umfassenden Studie zum Thema "Aktuelle Trends auf dem Bewerbermarkt" wurden insgesamt 1.875 Personalmanager aller Unternehmensgrößen und Branchen in sieben europäischen Ländern befragt. Einzelergebnisse der Umfrage erhalten Sie hier.
Quelle: StepStone Presse


Einheitslook im Job? Franzosen und Deutsche setzen auf Individualität

Düsseldorf, Januar 2005. Firmenuniformen fördern den Teamgeist, die Identifikation mit dem Arbeitgeber und gelten als Zeichen einer gemeinsam gelebten Unternehmensphilosophie - die Vorteile einer einheitlichen Kleidung der Mitarbeiter liegen für Unternehmen auf der Hand. Doch längst nicht alle Angestellten sind von den Vorzügen eines uniformen Auftretens im Job überzeugt: 38 Prozent der europäischen Beschäftigten möchten sich von ihrem Arbeitgeber nicht vorschreiben lassen, was sie zu tragen haben. Allen voran die Franzosen: Mehr als 50 Prozent lehnen einen Einheitslook im Job kategorisch ab, gefolgt von den deutschen Arbeitnehmern mit 45 Prozent. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der europäischen Jobbörse StepStone, die unter mehr als 8.000 Jobsuchenden in acht Ländern Europas durchgeführt wurde.

Deutlich aufgeschlossener stehen die Italiener und Dänen einer Firmenuniform gegenüber: Solange sie modisch ist, haben rund 40 Prozent nichts gegen ein einheitliches Outfit einzuwenden. In einem uniformen trendigen Styling würden auch 37 Prozent der norwegischen Befragten den morgendlichen Weg ins Büro antreten. Und nur knapp jeder fünfte Norweger lehnt die Kleidervorschrift ab.

An der Umfrage auf den Internetseiten von StepStone in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Belgien, Holland und Frankreich haben sich insgesamt 8.093 Besucher beteiligt. Einzelergebnisse der Umfrage erhalten Sie im hier.
Quelle: StepStone Presse


Soziale & berufliche Zukunft


"2. Continental-Studentenumfrage": Neue Studie zeigt widersprüchliches und lückenhaftes Meinungsbild zu Sozial- und Hochschulreformen auf. Stark gespaltenes Votum zum Abschluss Bachelor/MA erkennbar

Darmstadt/Hannover, 24.02.05. Hochschulabsolventen haben ein teils widersprüchliches, teils von Unkenntnis geprägtes Meinungsbild zu Sozial- und Hochschulreformen in Deutschland. Weniger als die Hälfte der Studenten schätzen ihren Kenntnisstand zu den Reformen der Sozialsysteme als „sehr gut“ oder „gut“ ein, bei Frauen war es sogar nur gut jede Dritte. Naturwissenschaftler (38,3 Prozent) bezeichneten sich als noch weniger informiert als Wirtschaftswissenschaftler (55,2 Prozent).
Kenntnisstand zu Sozialreformen in Deutschland & Einstellung zur Altersvorsorge
Dies sind einige Ergebnisse der repräsentativen „2. Continental-Studentenumfrage“, die der internationale Automobilzulieferer heute (Donnerstag) an der Technischen Universität (TU) in Darmstadt vorgestellt hat. TNS/Infratest hatte im Auftrag des Unternehmens Ende vergangenen Jahres 1001 Studenten zu ihren Ansichten zu Arbeitszeit, Karriere, Qualifizierung sowie Hochschulreformen und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland befragt. Continental stellt jährlich bis zu 900 Hochschulabsolventen ein, davon mehr als die Hälfte in Deutschland.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass 81 Prozent der Befragten grundsätzlich bereit sind, bis zu 50 Stunden pro Woche zu arbeiten, um angespartes Gehalts- bzw. Zeitguthaben für eine „Familienphase“ zu nutzen, gleichzeitig aber die Notwendigkeit frühzeitiger und umfassender finanzieller Vorsorge für das Alter massiv unterschätzen. Continental-Personalvorstand Thomas Sattelberger wies darauf hin, dass die „familienfreundlichen Aussagen“ zum Teil im Widerspruch zu anderen Ergebnissen stehen.18,7 Prozent der befragten Frauen würden für die Karriere auf die Gründung einer Familie verzichten. 22,2 Prozent haben dazu noch keine Meinung. Bei den Männern liegen diese Werte spürbar niedriger (15,3 Prozent und 16,2 Prozent).
Gehaltsinvest über Arbeitszeitkonten, Familienzeit, vorzeitige Rente
Continental hat die Studenten auch nach ihrer Meinung zur Altersvorsorge gefragt. Auf Basis ihres durchaus unterschiedlichen Wissens gehen 61,9 Prozent der Befragten davon aus, dass mindestens zwei Drittel der Bezüge im Ruhestand aus Eigenvorsorge stammen werden. Nur 4,2 Prozent lehnen es grundsätzlich ab, für Alterssicherung überhaupt Gehalt zu investieren. Etwa jeder Dritte rechnet mit 100 bis 200 Euro eigenem monatlichen Aufwand zur Alterssicherung, 43,9 Prozent erwarten 200 bis 400 Euro, nur jeder Zehnte geht von mehr als 400 Euro monatlich aus. Experten halten diese Summen kaum für ausreichend, um die Erosion der staatlichen Rentenversicherung sowie Inflationseinflüsse abzufangen.
(...)
Quelle: Continental AG


Weiterbildung


Hohe Weiterbildungsnachfrage bei Hochqualifizierten

Hannover (ots) 10.12.2004 Mit einer Weiterbildungsbeteiligung von 90 Prozent stellen Hochschulabsolventinnen/-absolventen die mit Abstand weiterbildungsaktivste Qualifikationsgruppe dar. In den ersten fünf Jahren nach dem Studienabschluss hat immerhin ein Viertel der Absolventinnen und Absolventen des Examensjahrgangs 1997 Weiterbildungsangebote von Hochschulen genutzt.

Hochschulweiterbildung wird vor allem von Absolventinnen und Absolventen in Anspruch genommen, die in (hochschul-)forschungsnahen Betätigungsfeldern verbleiben - sei es über eine Promotion oder eine weitere Phase akademischer Qualifizierung. Absolventinnen und Absolventen aus Fachrichtungen mit geringer verbreitetem Forschungsbezug (z.B. Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler) erlangen weitere berufliche Qualifikationen vor allem außerhalb von Universität und Fachhochschule.

Auch thematisch ist Hochschulweiterbildung vor allem durch einen engen Forschungs- und Wissenschaftsbezug gekennzeichnet: fachübergreifende Weiterbildungen (Management-, Fremdsprachenkurse etc.) werden an Hochschulen seltener nachgefragt; dafür bieten sich private Weiterbildungsträger eher an. Universitäten und Fachhochschulen akzentuieren ihr Angebot stärker in Richtung fachspezifischer, wissenschaftlicher Weiterbildung - vor allem im Bereich der Naturwissenschaften und der Mathematik, aber auch in der psychologischen und pädagogischen Weiterbildung.

Die Studie zeigt darüber hinaus, dass die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung mit dem Grad der Integration in das Erwerbsleben und der Adäquanz der Beschäftigung variiert. Insbesondere für Beschäftigte kleiner Betriebe, Selbständige, Frauen mit Kind(ern) und unterqualifiziert Beschäftigte stellt sich die Weiterbildungssituation nach wie vor problematisch dar. Für die Mehrheit der Absolventen besteht erheblicher Weiterbildungsbedarf.

Um die kontinuierliche und qualitätsvolle Weiterbildung von Hochqualifizierten sicherstellen zu können, wird es entscheidend sein, vorhandene Weiterbildungsbedarfe und -lücken systematisch zu erfassen, diese mit den Stärken der Hochschulen abzustimmen und daraus spezifische Angebotsprofile für die Weiterbildung zu entwickeln.

Die Untersuchung ist veröffentlicht in HIS-Kurzinformation A7/2004.
Quelle: ots/HIS
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